Interventionelle Therapie von Herzrhythmusstörungen

 

Seit 2009 konzentriert sich diese Forschungsrichtung nun darauf, die interventionelle Therapie von Herzrhythmusstörungen im MR Scanner zu ermöglichen und zu etablieren.

Rhythmusstörungen können häufig durch die gezielte Verödung von dem kardialen Gewebe, das die Rhythmusstörung erzeugt, geheilt werden. Diese Verödung wird mit speziellen Kathetern durchgeführt.

Bislang werden diese Katheter unter Röntgendurchleuchtung im Herzen platziert, wobei man - bedingt durch die Eigenschaften der Röntgenstrahlung - nur eingeschränkte Informationen über die Lage der Katheter in Beziehung zur Herzstruktur erhält.

Im MR- Scanner könnten aufgrund der sehr guten Darstellung der anatomischen Verhältnisse diese Lagebeziehungen wesentlich besser dargestellt werden; zudem könnte die für den Patienten und auch für den Untersucher schädliche Röntgenstrahlung vermieden werden.

Um dies zu erreichen arbeitet die Gruppe in einer von der Bayerischen Forschungsstiftung geförderten Zusammenarbeit mit der Firma BIOTRONIK an Sicherheitsaspekten, der Sichtbarmachung des Katheters als auch der Therapie im MR- Scanner.

Entwicklung MR-kompatibler Schrittmacher-Elektroden

 

2003 begann eine Gruppe von Mitarbeitern auf dem Forschungsgebiet „Elektrotherapie im MR Scanner“.

Unbestritten etabliert sich die MR Bildgebung als fester Bestandteil der diagnostischen Routine in der Klinik. Mit zunehmender Anzahl an Patienten, die ein elektrisches Implantat zur Schrittmacher- und Defibrillatortherapie oder zur Unterstützung der Herzinsuffizienztherapie erhalten, stellt sich jedoch die Frage, wie man diesen Patienten die zukunftsorientierte Untersuchung der MR Bildgebung ermöglichen könnte.

Als limitierender Faktor ist die Wechselwirkung der MR Felder mit den Implantaten (Schrittmacher) und dessen Elektrode(n) zu betrachten. In einer von der Bayerischen Forschungsstiftung geförderten Zusammenarbeit mit der Firma BIOTRONIK wurden hier Lösungen erarbeitet, die zur Entwicklung von Schrittmachern geführt haben, mit denen Patienten unter Einhaltung bestimmter Bedingungen eine MR Untersuchung erhalten dürfen.