Intern
    Arbeitsgruppe Kardiale MRT und Bildgebung

    11.05.2010

    40.000 Euro für neue Strategien gegen Herzinsuffizienz

    Scheckübergabe in der IHK (v. l.): Dr. Alfons Ledermann (Schriftführer Unibund), Professor Dr. Ralf Jahn (IHK-Hauptgeschäftsführer), Professor Dr. Alfred Forchel (Universitätspräsident), Dr. Oliver Ritter und IHK-Präsident Claus Bolza-Schünemann. (Foto IHK)

    Die IHK-Firmenspende geht in diesem Jahr an Dr. Oliver Ritter, Oberarzt an der Medizinischen Klinik I der Universität Würzburg. Unterstützt wird damit Ritters Forschung auf dem Gebiet der Herzmuskelschwäche – einer häufigen Folge verschiedener Herzerkrankungen wie Bluthochdruck oder Herzinfarkt.

    Patienten, die an einer Herzinsuffizienz leiden, erhalten heute Medikamente, die an der Oberfläche der Herzmuskelzelle angreifen. Dr. Oliver Ritter und sein Team haben einen Wirkstoff identifiziert, der direkt im Inneren der Zelle den Schaden eindämmen kann. Das Ergebnis: Die Symptome der Krankheit, wie Luftnot und Leistungsschwäche, können besser gelindert werden; gleichzeitig soll das Medikament weniger Nebenwirkungen besitzen.

    Eigene Firma geplant

    Seine Wirksamkeit hat der neue Stoff bisher in Versuchen mit Zellkulturen und an Tieren bewiesen. In den kommenden Jahren wollen die Forscher ein marktfähiges Medikament entwickeln und mit einer eigenen Firma vermarkten. Derzeit laufen mit der neuen Substanz weitere Untersuchungen in den wissenschaftlichen Laboren der Universität. Als nächster Schritt sollen dann Zulassungsuntersuchungen durchgeführt werden, damit das Medikament bei Menschen mit einer Herzschwäche eingesetzt werden kann.

    Diese Arbeit unterstützt die IHK Würzburg-Schweinfurt jetzt mit einer Spende in Höhe von 40.000 Euro. Wie IHK-Präsident Claus Bolza-Schünemann bei der Scheckübergabe betonte, soll damit auch die gute Zusammenarbeit zwischen regionaler Forschung und Wirtschaft und dabei besonders die Umsetzung in die Praxis gefördert werden. „Die mainfränkische Wirtschaft will mit der IHK-Firmenspende auch die Anwendungsorientierung als wettbewerbsrelevanten Faktor fördern“, so Bolza-Schünemann.

    Rund 745.000 Euro ausgeschüttet

    Die IHK-Firmenspende bietet Forschern an der Universität Würzburg seit 28 Jahren Hilfe beim Aufbau eines neuen Arbeitsgebietes, einer Arbeitsgruppe oder bei der Anlauffinanzierung für später geförderte Forschungsvorhaben. Seit Bestehen der Firmenspende hat die IHK insgesamt 85 Projekte mit rund 745.000 Euro gefördert.

    Die IHK-Firmenspende

    Ins Leben gerufen wurde die Firmenspende im Jahr 1982 zum 400. Geburtstag der Würzburger Universität. 1.200 mainfränkische Unternehmen hatten sich damals daran beteiligt. Seitdem wurde die Spende wiederholt aufgestockt, sowohl durch Einzelspenden wie auch durch groß angelegte Initiativen. Das Stiftungsvermögen beträgt mittlerweile rund 1,1 Millionen Euro. Damit können je nach Zinslage jährlich zwischen 30.000 und 40.000 Euro ohne Kapitalverzehr ausgeschüttet werden.

    Originalbeitrag: http://www.uk-wuerzburg.de/aktuelles/news-detail/article/40000-euro-fuer-neue-strategien-gegen-herzinsuffizienz.html

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